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Die Protagonistinnen

D. 30, arbeitet bei einer Zeitung für Politik und Kultur.
Sie hat Anzeige erstattet gegen die Folterer.

N. 36, ist Krankenschwester.
Sie lebt inzwischen mit ihrer Familie im französischen Exil.
Sie machte ihre Folter bereits 1992 öffentlich und stellte Strafantrag
gegen die Folterer. Im Jahr 2000 spricht sie gemeinsam mit anderen
Frauen auf einem Kogress gegen sexuelle Folter in Istanbul.
Dafür werden sie und weitere 17 Frauen wegen Verunglimpfung des Staates angeklagt.

Hülya 32, arbeitete als Prostituierte auf der Straße.
Als Transsexuelle fand sie keine andere Arbeitsmöglichkeit.
Nach Entführung und sexueller Folter durch Zivilpolizisten erstattete sie Anzeige.
Mit Hilfe von Eren Keskin bekam sie Asyl in der Schweiz.

Ny. 56, engagiert sich in der Friedensmütterbewegung.
Bei einer Friedensdemonstration im Jahr 2004 wird sie von Polizisten so
schwer misshandelt, dass sie bleibende gesundheitliche Schäden erleidet.

Ö. 31, arbeitet als Buchhalterin.
Sie hat keine Anzeige gegen ihre Folterer erstattet, spricht aber auf dem
o.g. Kongreß im Jahr 2000 in Istanbul öffentlich über die ihr zugefügte sexuelle Folter.